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24. März 2026 – Welt-Tuberkulose-Tag

 Communiqué de presse

„Ja! Wir können der Tuberkulose ein Ende setzen!“

Anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tages, der seit 1982 jedes Jahr am 24. März begangen wird, erinnert die Luxemburger Liga für Prävention und medizinisch-soziale Maßnahmen daran, wie wichtig es ist, wachsam gegenüber dieser nach wie vor präsenten und weltweit tödlichsten Infektionskrankheit zu bleiben.

Das Thema dieses Tages lautet: „Ja, wir können Tuberkulose besiegen: Setzen wir uns ein, investieren wir Zeit und Geld, handeln wir.“ Obwohl die Situation im Großherzogtum Luxemburg unter Kontrolle ist, bleibt Tuberkulose weltweit ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit. Der Bericht 2025 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass es im Jahr 2024 10,7 Millionen neue Tuberkulosefälle gab, darunter 1,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren, sowie 100 Millionen Fälle latenter Tuberkuloseinfektionen (asymptomatische Träger des für Tuberkulose verantwortlichen Bakteriums). Von den 10 Millionen Tuberkulosefällen starben 1,24 Millionen (davon waren 150.000 mit HIV koinfiziert). Die Zahl der an Tuberkulose verstorbenen Kinder lag 2016 bei über 250.000 (das entspricht 200 Todesfällen pro Tag), von denen 21.000 waren gleichzeitig mit HIV infiziert.

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen wird. Früherkennung und Behandlung sind entscheidend, um die Übertragung der Krankheit zu unterbrechen.

Ohne Behandlung können mehr als 50 % der Fälle tödlich verlaufen, doch die Heilungsrate bei angemessener Behandlung liegt bei über 95 %.

Die Liga empfiehlt allen Personen, die Symptome wie anhaltenden Husten, ungewöhnliche Müdigkeit, Fieber oder nächtliches Schwitzen, Appetitlosigkeit oder starken Gewichtsverlust aufweisen, umgehend ihren Arzt aufzusuchen.

Im Rahmen ihrer Aufgaben verfolgt die Luxemburger Liga für Prävention und medizinisch-soziale Maßnahmen seit 1908:

- Maßnahmen zur Tuberkulose-Früherkennung: Sprechstunden, Tuberkulin-Tests,           Röntgenuntersuchungen

-   die Betreuung von Risikopersonen

-    die Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit

Die Ligue ist ein wichtiger Akteur im Kampf gegen die Tuberkulose im Großherzogtum Luxemburg.

An diesem 24. März, der an den Tag der Entdeckung des für Tuberkulose verantwortlichen Bakteriums durch den deutschen Arzt Robert Koch im Jahr 1882 erinnert – ein Bakterium, das als Koch-Bazillus oder BK bezeichnet wird –, ruft die Ligue dazu auf, die gemeinsamen Anstrengungen auf nationaler und internationaler Ebene zu verstärken,

um der Tuberkulose ein ende zu setzen und einen gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Trotz messbarer Fortschritte bei der Diagnose und Behandlung von medikamentenempfindlichen und medikamentenresistenten Formen sowie trotz Fortschritten in Forschung und Sozialschutz stellen die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Finanzierung und dem gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung ein Hindernis dar, um das Ziel der Weltgesundheitsorganisation zu erreichen, die Tuberkulose bis 2030–2035 zu besiegen.

Ja! Gemeinsam können wir Tuberkulose besiegen: Die Ligue médico-sociale, seit 118 Jahren ein wichtiger Akteur im Bereich der Prävention in Luxemburg, beteiligt sich mit Nachdruck und Entschlossenheit an diesem Welt-Tuberkulose-Tag.

 

« Lutte contre les maladies respiratoires et la tuberculose »

de la Ligue Médico-sociale en 2025

  • 11597 Sprechstunden
  • 6619 Quantiferon Bluttests und Tuberkulintests (IDR)
  • 3522 Thoraxroentgen
  • 49 gemeldete Tuberkulosefälle unter den in Luxemburg angemeldeten Einwohnern

 

Feststellung:

In Luxemburg bleibt die Zahl der gemeldeten Tuberkulosefälle stabil. Angesichts des Migrationsprofils des Landes und externer Entwicklungen ist jedoch auch in Zukunft Wachsamkeit hinsichtlich der Prävention und Früherkennung dieser Krankheit geboten.

 


[1] Organisation mondiale de la Santé (OMS). Rapport mondial sur la tuberculose 2025

[2] Organisation Mondiale de la Santé (OMS). Plateforme de partage des connaissances sur la tuberculose. 2026